Doppler-Sonografie

Die Abbildung zeigt ein normales Strömungsprofil der mittleren Hirnarterie (A. cerebri media = MCA) links. Untersucht wird dies mit einer speziellen Sonde, die durch die Schädeldecke hindurch schallen kann.

Die Dopplersonographie ist eine Methode, mit der man mittels Ultraschall den Blutfluss in Gefäßen messen kann. Das Prinzip ist, dass Schallwellen mit einer Frequenzverschiebung reflektiert werden, wenn diese auf einen bewegten Gegenstand treffen. So erscheint ein Ton tiefer, wenn sich der Gegenstand entfernt und höher, wenn er auf einen zukommt. Wenn man die Sendefrequenz konstant hält, kann man aus der Höhe des empfangenen Tons die Geschwindigkeit errechnen, mit der sich der Gegenstand (hier: die Blutkörperchen im Gefäß) bewegt.

Ein verwandtes Prinzip findet sich in der Astronomie, wo sich aus den Lichtfrequenzspektren der Sterne und Galaxien deren Fluchtrichtung und Geschwindigkeit ermitteln lässt. Erstbeschreiber dieses physikalischen Phänomens ist der österreichische Physiker Christian Andreas Doppler gewesen. Nach ihm ist die Methode benannt.

Die Untersuchung ist weder schmerzhaft noch gefährlich.

Autor: Manfred Dwenger