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EMG/EVOP/NLG

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15.05.2018

Datum der letzten Aktualisierung

EMG/EVOP/NLG

EVOP ist die Abkürzung für evozierte Potentiale. Evoziert heißt übersetzt: hervorgerufen. Bei der Untersuchung werden durch unterschiedliche Verfahren Sinnesreize gesetzt, die dann an den entsprechenden Hirnarealen Reizantworten hervorrufen. Diese sehr kleinen Antworten werden mit Hilfe eines Mittelwertrechneres aufbereitet, sodass Störaktivität ausgeblendet wird. Mit dieser Technik lassen sich das optische System (Netzhaut bis Sehrinde) untersuchen (VEP), die Hör- und Gleichgewichtsbahn (AEP) oder auch die sensiblen Bahnen von Hand oder Fuß zum Kopf (SEP). Ich verwende Klebeelektroden zur Ableitung, weswegen diese problemlos zu tolerieren ist.

EMG steht für Elektromyographie, also die Messung der Muskelströme. Dabei wird ein Muskel mit Hilfe einer sterilen Nadelelektrode in Ruhe, bei leichter Aktivität und bei maximaler Anspannung untersucht. Hierdurch lassen sich beispielsweise Aussagen über Muskelerkrankungen oder auch Regenerationsvorgänge nach schweren Nervenschäden treffen.

NLG meint die Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten, manchmal auch als Elektroneurographie (ENG) bezeichnet. Hierbei werden die Nerven mit kurzen Stromimpulsen gereizt und man schaut dann, ob das Signal sich zeitgerecht ausbreitet oder sich Verzögerungen ergeben. Häufigste Anwendung dieser Untersuchung ist zum Nachweis diffuser Nervenschäden (z.B. diabetische Neuropathie) oder bei Engpasssyndromen (z.B. Karpaltunnelsyndrom). Gereizt wird mit konstant 50 V bis zu einer Stärke von höchstens 100 mA, was für den Menschen absolut ungefährlich ist.

Autor: Manfred Dwenger, Facharzt für Neurologie

Ein Sonderfall ist die Magnetstimulation, welche gewöhnlich als MEP bezeichnet wird. Hierbei wird allerdings keine Hirnaktivität evoziert sondern eine Muskelantwort durch einen Magnetimpuls über dem motorischen Hirnrindenareal oder auch in der Peripherie ausgelöst. Die Untersuchung verursacht keinen Schmerz, ist aber zunächst durch das Durchzucken des Körpers etwas erschreckend. Sinn der Untersuchung ist der Nachweis auch zentraler motorischer Leitungsschäden. Patienten mit Herzschrittmachern etc. dürfen hiermit nicht untersucht werden.

Neurophysiologie-Messplatz

Die Abbildung zeigt den neurophysiologischen Messplatz mit einem Sigma Neurowerk 2-Kanal-Gerät, rechts davon einen 2-Tesla-Magnetstimulator von Cadwell.

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